13: Letzter Wandertag...

13: Letzter Wandertag...

Heute sollte man um 6 Uhr aufstehen, damit wir gegen 7 Uhr aufbrechen können. Wie die letzte Nacht habe ich auch dieses Mal kaum geschlafen. Die Matratze hat eigentlich keinen Effekt und der Schlafsack hält auch nur bedingt warm. Trotz zwei Hosen, Shirt und Pulli habe ich die Nacht über gefroren.

Guide

Ich wache vor 6 Uhr auf und gehe aus dem Zelt und entzünde das Lagerfeuer. Dort wärme ich mich etwas auf und warte bis die anderen auch wach werden. Der Wind pfeift und die Sonne versteckt sich noch hinter den Berghängen. Es gib Toast und Tee zum Frühstück und dann werden die Sachen gepackt und es geht weiter.

Ich bin recht warm angezogen und wir fangen an zu laufen. Nach einigen Kilometern wird gestoppt und ich ziehe meine warmen Sachen aus. Am ersten Position 3 warten der Guide und ich circa 15 Minuten auf die Gruppe, als diese ankommen meint der Guide wir beide laufen weiter. Mit sinkenden Höhenmetern wird es immer deutllich dschungelhafter und die Temperaturen steigen mehr und mehr. Der staubige Trampelpfad spickt sich mit Wurzeln und man taucht in ein grünes Dschungelmeer ein.

Kurz nach unserem Aufbuch fangen wir mit Trailrunning an und joggen beziehungsweise rennen durch den Dschungel. Irgendwann sagt der Guide ich soll langsamer machen, meine Schritte seien zu groß und er müsse jedesmal zwei machen. Ich bot Ihm an die Rucksäcke zu tauschen, was wir taten und er begann in einem wahnsinnigen Tempo durch den Dschungel zu rennen (hierbei muss man beachten, dass der Guide Flip-Flops trägt).

Von Position 3 auf 2 haben wir ungefähr 30 Minuten gebraucht. Laut den Guides braucht man in der Regel 1.5h. Also warten wir, trinken etwas und essen Kekse. Nach 40 Minuten ist mir langweilig und ich möchte gerne weiter. Der Guide lacht, meint aber wir müssen auf die Gruppe warten. Ich könnte aber mit den Trägern weiterlaufen. Ich meinte diese sind mir zu langsam, worauf er erwiedert warum ich nicht den Korb des Trägers trage. Irgendwie fang ich das eine gute Idee, ich habe keine Ahnung warum, aber ich nahm die beiden Körbe des Trägrs auf die Schultern und bin losgelaufen.

Die beiden Körbe wiegen nur noch 15 kg am letzten Tag, was immer noch genug ist. Es ist heiß und die Luftfeuchtigkeit ist brechend hoch. Ich schwitze am ganzem Körper und die Bambusstange drückt auf meine Schulter. Nach 20 Minuten erreichen wir einen kleine Lichtung und zwei Dutzend Träger schauen mich unglaubwürdig an. Ich drinke etwas und dann geht es weiter. Den ganzen Tag schmerzen meine Oberschenkel und ich merke, wie jeder Schritt mehr weh tut. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir an der letzten Position an. Ich setze die Körbe ab und atme durch.

Die Träger bieten mir etwas Tee an und ich sitze mich zu Ihnen und helfe beim Kochen beziehungsweise beim Gemüse schneiden. Da es kein Schneidebrett gibt, wird alles in den Händen geschnitten und natürlich schneide ich mir direkt in den Finger. Pflaster drauf, wieder auf den Dschungelboden gesetzt und weiter geht es. Nach über einer Stunde kommen dann die Ersten aus meiner Gruppe an.

Es gibt Tee und kurz darauf etwas zu Essen. Dann wird noch darüber gesprochen wie viel Trinkgeld wir den Leuten geben. Je nachdem wie gut man verhandelt hat, haben die Leute 2.000K bis 2.750K für die Wanderung gezahlt. Manche wollen nur 100K geben, was in etwa 6 Euro sind. Ich weiß, dass die Guides am Tag 200K und die Träger 175K bekommen. Daher erscheinen mir 2 Euro beziehungsweise 33K pro Tag sehr wenig. Die Guides und Träger haben uns immer geholfen, wenn wir Wasser, Essen oder sonst etwas wollten und haben sich um alles gekümmert.

Die fünf Niederlander geben nur 100K, was ich sehr wenig finde. Die Österreicherin, einer der Briten und ich geben 200K. Der Rest (Chinesin, Finnländerin und Brite) geben jeweils nur 100K (@Sammy lieber verhandelt man mit dem Eigentürmer und drückt diesem im Preis und gibt dann den Arbeitern etwas mehr Trinkgeld).

Von dort aus sind es nur 20 Minuten bis zum Abholplatz und die Pritsche bringt uns in die Unterkunft. Wir bekommen unsere großen Rucksäcke zurück und ich ziehe frische Klamotten an, verstaue meine Sachen und sage dem Organisatior dass ich gerne nach Kuta möchte. Ein Mädchen meint, dass ich doch mein Visa verlängern möchte und dann auch nach Materam zu Immigration Office fahren kann. Klingt natürlich super logisch und ich willigte ein nach Materam zu fahren.

Auf der Fahrt haben wir unsere Unterkunft gebucht und kamen nach einer guten Stunde dort an. Wir bezogen unsere Betten und endlich kam die ersehnte warme Dusche. Ich versuche noch dem Rezeptionisten zu erklären das ich gerne was drucken würde und möchte herausfinden wie ich am nächsten Tag nach Kuta komme. Diese spricht absolut kein Wort Englisch und spricht alles in den Google Übersetzer hinein. Das mit dem Drucken wurde dann irgendwann geklärt, die Fahrt nach Kuta ist ein Kampf gegen Windmühlen. Anschließend sind wir dann losgezogen um etwas essbares zu suchen und in einem Laden ein paar Kleinigkeiten wie Sonnencreme und so weiter einzukaufen.

Abends setze ich mich dann noch in die Lobby diesen Blog hier zu vervollständigen. Irgendwann gegen 23 Uhr bewege ich mich ins Bett.