20: Mantarochen, Komodo-Drachen und Pink-Beach

20: Mantarochen, Komodo-Drachen und Pink-Beach

Über die Nacht stand das Boot still und wir fuhren am frühen Morgen in eine Bucht oder vielleicht war es auch nur ein Strand mit einigen Inseln in der Umgebung. Das Beiboot wurde ins Wasser gelassen und zwei der Crewmitglieder fuhren durch die Bucht. Das Schiff verfolgte immer das Boot und dann hieß es wieder wir sollen ins Wasser gehen.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich überhaupt keine Ahnung was wir überhaupt hier machen. Aber ich schnappte mir eine Taucherbrille mit Schnorchel und sprang ins Wasser. Wie eine Traube schwammen wir also zu dem Boot und einer der Crewmitglieder ging ebenfalls ins Wasser. Er zeigte die ganze Zeit in eine Richtung und dann auf einmal schwammen drei Mantarochen an uns vorbei.

Wie ein Hühnerhaufen sind wir den Mantas hinterher und haben diese beobachtet und sind etwas mit denen geschwommen. An einer Stelle blieben diese stehen und begannen Kreise zu schwimmen. Dann war es auch schon wieder vorbei. Die Rochen setzten sich in Bewegung und verschwanden im Blau des Meeres.

0:00
/

Dann ging es wieder auf das Boot und die Fahrt setzte sich fort. Nach kurzer Zeit kamen wir am Pink Beach an. Leider habe ich gar keine Bilder davon, da ich mein Handy auf dem Boot gelassen habe. Vom Schiff aus bin ich an den Strand geschwommen und als der Strand näher kam, sah man schon eine Vielzahl von Fischen, Korallen, Seesternen und was da noch alle ist.

Tatsächlich ist der Strand wirklich pink. Wegen den roten bzw. pinken Korallen in der Bucht. Gehen die Korallen kaputt oder sterben werden sie durch die Bucht und die Strömung klein gemahlen und an den Strand angespühlt. Über Jahrzehnte hat sich dadurch der Strand pink gefärbt. Zufälligerweise kam in dem Moment auch ein Reh oder sowas in der Art an den Strand und hat sich etwas im Wasser abgekült.

Einer der Guides mit dem ich immer etwas gescherzt habe meine zu mir ob ich Schildkröten sehen will. Natürlich! Also schnappte ich meine Taucherbrille und er gingen den Strand bis zum Ende entlang. Etwa 200 bis 300 Meter vom Strand rakten einige Steine aus dem Wasser und einige hundert Meter später kam eine Insel. Er verklickerte mir dass nach den Steinen eine ziemlich starke Strömung kommt aber zwischen den Steinen und der Insel man mit etwas Glück Schildkröten sehen kann.

Wir begannen durch das flache Wasser zu schwimmen, anstatt Korallen war der Boden sandig. Ich schwamm in Richtung der Steine und nach einigen Meter tauchte tatsächlich eine Schildkröte direkt vor uns auf. Zu meinem Glück hatte ich mir mal ein Handy mit wasserfeste Hülle ausgeliehen und begann sofort zu filmen.

0:00
/

Anschließend ging es wieder an der Strand wo wir uns noch etwas in die Sand legten und die Sonne genossen. Natürlich creme ich mich immer fleißig ein, dann fiel mir auf das meine Sonnencreme auf wasserbasis ist. Wie soll dann die Sonnencreme wasserfest sein? Das bedeutet doch dass ich einmal ins Wasser gehe und die Sonnencreme ist wieder weg. Da meine Schultern und -blätter etwas rot sind, creme ich diese besonders stark ein.

Irgendwann ging es zurück aufs Schiff und wir setzten unsere Fahrt fort. Nach zwei Stunden (oder so), kamen wir an den Komodo Islands an. Kennt ihr diese Rentnerausflüge mit Bussen welche an irgendwelche Sehenswürdigkeiten fahren und dort als große Gruppe und mit Kameras bewaffnet herumzulaufen. Genauso fühlte ich mich. An dem kleinen Hafen lagen ein paar Boote vor Anker.

Wir gingen an Land, eine Gruppe kam uns gerade entgegen und ein Guide machte eine kurze Einweisung. War eigentlich alles ziemlich logisch. Abstand halten und so. Dann ging es zum Strand und da lag direkt ein Komodo Drache rum. Das Fotogewitter ging los und etwa 20 bis 30 Leute standen am dem Tier und haben es fotografiert. Einer der Guides machte Fotos wie Leute hinter dem Komodo Drachen stehen. In dem Moment fragte ich mich selbst was ich hier mache. Dann stiefelte man noch etwas durch den Dschungel, sah noch zwei oder drei weitere von den Tieren, ein Hirsch und ein paar Wildschweine. Dann endete die Tour an einigen Ständen wo irgendwelche Shirts, Schnittsfiguren und so verkauft wurden. Zeug was halt Touristen mitnehmen um sich ins Wohnzimmer stellen oder verschenken es zu verschenken bis es verstaubt ist.

Nach einiger Zeit ging es zurück zum Boot und wir setzten die Reise fort und ankerten an einer Bucht. In zwei Stunden ist Sonnenuntergang und die Leute wurden an den Strand gefahren und um dann einen Hügel hochzugehen damit diese den Sonnenuntergang anschauen können. In der Bucht ankerten aber fünf Boote, was bedeutet dass da oben 200 Leute auf einem Hügel stehen. Nach der Komodoerfahrung hatte ich eigentlich recht wenig Lust darauf. Zudem war mein Geburtstag und ich kann mir besseres vorstellen als mit 200 Leuten auf einem kleinen Hügel zu stehen um den Sonnenuntergang anzuschauen.

Also schnappte ich mir die Angel von einem Crewmitglied, stellte mich hinten an das Boot und find an zu angeln. Nach Sonnenuntergang erzählten mir dann die Crewmitglieder das es in der Bucht eigentlich kaum Fische gibt. Naja... hab immerhin zwei Stunden hier geangelt... aber danke für die Info. Da ich nicht auf dem Hügel war, bekommt ihr ein Bild von den einer Freundin.

Während ich auf dem Schiff war, war auch ein Pärchen aus Deutschland dort. Beide Anfang 30 und ihr ging es ziemlich mies. Also Magenkrämpfe, Fieber und Schwindel. Am nächsten Morgen wurde Sie auch mit einem Speedboot abgeholt. Der Typ sagte zu mir, dass sie 44 Bier für die Reise gekauft haben. Haben bisher nur 20 getrunken und können die restlichen Bier nicht mehr trinken. Ich könne sie gerne haben. Danke, natürlich! Als die Leute vom Sonnenaufgang wieder zurück waren, gab es Abendessen und dann wurde der letzte gemeinsame Abend gefeiert.

Mit einem der Amis verstand ich mir recht gut und wir begannen direkt zu trinken. Irgendwann sagte er zu einem anderen Deutschen, dass der bereit sei. Diese holte dann sein Tätowierezeug heraus, es wurde kurz über das Motive gesprochen und dann wurde in Stick-and-Poke ein Tattoo gestochen. Der Ami war mit seiner Schwester unterwegs und diese bekam auch ein Tattoo. Ich überlegte mir kurz, ob ich mir auch eins stechen lasse.

Den Abend über wurde dann gefeiert bis wir nach und nach in die Betten fiehlen.