31: Welcome Manila

31: Welcome Manila

Ich sitze am Flughafen in Bali. Mein Flug hat Verspätung und deswegen verbringe ich mehr Zeit als gewollt hier. Nach  Stunden des Wartens geht es los. Eine Schlange bildet sich vor dem Gate und schleppend füllt sich das Flugzeug. Ich finde meinen Platz und sinke in den Sitz. Nächster Stop Singapore.

Die Turbinen starten und das Anschnallsymbol leuchtet. Das Personal fordert alle auf sich hinzusetzen. Ein kleiner Junge der zuvor durch den Gang gerannt ist wird von seinen Eltern auf den Platz gesetzt. Er beginnt zu schreien und schreit und schreit. Zehn Minuten später sind wir in der Luft und das Geschrei des Jungen ertönt weiter wie ein Tinitus. Ich denke mir, es ist besser zu bereuen dass man keine Kinder hat, anstatt zu bereuen dass man Kinder hat. Irgendwann dürfen wir uns abschnallen, das Geschrei verstummt und ich sehe den Jungen durch den Gang laufen.

In Singapore gibt es auch Wickeltische in den Herrentoiletten

Ich komme in Singapore am Flughafen an und alle springen von den Sitzen, mittlerweile ist es Nacht. Ich packe meinen Rucksack und mache mich auf, fülle am Wasserspender meine Flasche auf und suche mein Gate. Dies ist noch geschlossen bis Mitternacht. Ich setze mich in eine Lounge und hoffe nicht einzuschlafen.

Etwas nach Mitternacht gehe ich zum Gate und Warteschlange hat sich bereits davor gebildet. Die typische Prozedur mit Sicherheitskontrolle, Boarding etc. beginnt.

Nach einigen Stunden und am frühen Morgen komme ich in den Philippinen an. Ich habe mir ein Weiterflugticket besorgt, die Online-Regestrierung gemacht und sonst alles. Dort in den Philippinen interessiert das niemand. Ich bekomme einen Stempel in den Pass und werde weiter gewunken. Wofür das Ganze? Jedenfalls bin ich in Manila angekommen und besorge mir erstmal eine SIM-Karte und etwas Bargeld (die wollen am Automaten  pauschal 4,16 € Gebühr fürs Geldabheben - Frechheit!).

Als ich das Flughafengebäude verlasse erschlägt mich die schwülle Hitze. Ich bestelle mir ein Taxi zu meiner Unterkunft.

Ich lasse mein Sachen an der Unterkunft, für den Check-In ist es noch zu früh, dann gehe ich frühstücken. Anschließend frage ich die Rezeptionistin was man in Manila sehen kann. Eine wirkliche Ahnung hat sie nicht, aber ich mache mich dann los. Bestelle mir ein Scooter-Taxi und ab geht es in Richtung Zentrum.

Zuerst gehe ich in Richtung eines Parks und Botanischen Garten. Ich bin ziemlich schockiert wie arm die Philippinen sind. Man sieht einige Kinder und Frauen an der Straße sitzen. Ich tue mich gerade schwer das politisch korrekt zu formulieren, ihr wisst aber was ich meine.

Es ist 9 Uhr morgens und die brechende Hitze ist anstrengend. In der parkähnlichen Anlage gibt es nur selten  Schatten. Es sind eher Grünflächen mit Monumenten und Statuen.

Anschließend gehe ich ins historische nationale Museum. Ich bin überrascht, der Eintritt ist gratis. Auf Nachfrage wird mir versichert das fast alle Museen in den Philippinen freien Einzritt haben. Das Museum behandelt vorallem das katholische und das spamische Erbe der Philippinen. Über die eigentliche philippinische Geschichte erfährt man wenig. Die lokale Bevölkerung ist zwar auch im Museum, interessiert sich aber wenig für die Kunst sondern post eher vor den Gemälden und Kunstwerken.

Anschließend gehe ich in Richtung historische Altstadt. Diese hat starke spanische Einflüsse und es fühlt sich ein wenig europäisch an.

Von dort aus geht meine Erkundungstour weiter in das Chinatown von Manila. Marode wirkende Plattenbauten, geschmückte Straßen mit verrückten Kabelkonstruktionen und lebendige Straßen, irgendwie fühle ich mich hier sehr wohl.

Einerseits bin ich überrascht wie gut die Philippiner Englisch können. Ich gehe ich einen kleinen Laden und frage wo ich analoge Filmrollen finde. Natürlich ist das kein Cambridge Englisch, verglichen mit Indonesien doch recht gut. Ich bin froh dass ich nach den Filmrollen gefragt habe, da ich nun einen sinnvollen Grund habe mich einmal quer durch Chinatown zu kämpfen.

Lustigerweise ist die durchschnittliche philippinische Bevölkerung so groß wie meine Schulter. Es gibt Kreuzungen die mit Menschen übersäat sind und wenn ich diese betrete wirke ich wie ein Leuchtturm. Meine Kamera und weiße Hautfarbe machen den Touristenlook perfekt.

Zwar habe ich einen Laden mit Filmrollen gefunden, diese wollten jedoch 13 € pro Filmrolle und daa qar mur zu teuer. Nachdem ich auch in Straßen und Gassen war in die man vieleicht nicht gehen sollte, machte ich mich auf den Rückweg.

In einem Laden kaufte ich mir noch drei Packungen Ramen und etwas zu knabbern, dann ging es zurück zur Unterkunft. Endlich konnte ich Einchecken und mich duschen.