32: Weiter nach Moalboal
Die Nacht über habe ich nicht wirklich gut geschlafen. Die Klimaanlage kühlte das Zimmer auf 20 Grad Celsius und die Unterkunft ist recht nah an einer Straße. Mein Flug geht gegen 8 Uhr und ich möchte um 6 Uhr auschecken. Ich habe keine Ahnung wie schrecklich der Verkehr am Morgen in Manila ist, daher möchte ich früh losmachen.

Tatsächlich bin ich 15 Minuten später am Terminal und laufe zu meinem Check-In Schalter. Die Dame füllt meinen Boardinpass von Hand aus und vergisst dabei fast mir meinen Reisepass zurückzugeben. Dann die altbekannte Prozedur mit Sicherheitskontrolle und aufs Boarding warten.

Nachdem das Gate dreimal gewechselt wurde beginnt das Boarding. Lustigerweise haben viele asiatische Airlines keine Sitzreihe 13 (manche sogar keine 4), da dies eine Unglückszahl ist. Netterweise verweist mich die Stewards auf einen Sitzplatz mit etwas mehr Beinfreiheit.

Ich komme dann in Cebu City an und orientiere mich erstmal am Flughafen. Glücklicherweise kommt mein Rucksack als einen der ersten Gepäckstücke auf dem Band. Ich versuche mir ein Roller-Taxi zu organisieren, die dürfen aber nicht zum Flughafen fahren. Also wird es doch ein Auto. Dann fahren wir zum südlichen Busterminal von Cebu City. Die größte Herausforderung war dabei den Eingang zu finden, anschließend ist alles recht stringend. Ticket holen, durch die Ticketschranken und dann den richtigen Abfahrtsort finden. Dabei ist es durchaus von Vorteil wenn man etwas orientierungslos wirkt, da die Philippiner einem sofort helfen bevor man sich fragt wo man hin muss. Eine wichtige Sache die ich noch gelernt habe, schmeiße niemals einen Zettel weg den die dir geben! Niemals!





In der ersten Stunde der Busfahrt geht es immer noch an Häusern, Siedlungen und Industriekomplexen vorbei. Irgendwann lichtet sich der Betondschungel und das satte Grün beginnt. Überraschenderweise sind die Straßen recht gut und der Fahrer holt aus der Dieselmaschine was geht. Wir schlängeln uns schön geteerte Straße mit einer wunderbaren Dschungelkulisse hoch.






Irgendwann wird "Moalboal, Moalboal, Moalboal" gerufen und einige Leute springen auf. Das ist auch mein Stichwort, ich gehe in das hintere Abteil und schnappe mir meinen Rucksack und verlasse den Bus. Nun steh ich dort, im leichten Regen an einer Verkehrsstraße mitten auf einer philippinischen Insel.

Getreu dem Motto "Gibt es eine Möglichkeit, gibt es auch ein Geschäft" kommen schon die ersten Taxifahrer an. Natürlich möchte ich in den Strandort von Moalboal und nicht im Zentrum der Stadt bleiben. Eine Frau die nebenmir steht fängt direkt an zu verhandeln, sie hat es eilig. Wir verständigen uns kurz das wir beide nach Moalboal wollen und schon sitzen wir in einem motorisierten Dreirad. Eigentlich ist es ein 125 ccm Roller mit einem Anbau. Hierbei sind die Dinger nicht für meine Größe gemacht und ich sitze gebückt darin.

Ich checke in mein Hostel ein und dann gehe ich noch etwas die Stadt erkunden. Ich möchte den Strand sehen und etwas essen gehen. Dabei treffe ich ein paar Leute mit denen ich etwas Zeit verbringe. Irgendwann mache ich mich auf ins Bett, die letzten Tage habe ich recht wenig geschlafen und bin dementsprechend müde.