33: Schwimmen mit Sardinen

33: Schwimmen mit Sardinen

Es ist früh, was auch gut ist. Es ist irgendwas zwischen 6 und 7 Uhr am Morgen. Ich nehme meine Sachen und versuche dabei möglichst leise zu sein. Dann geht es in Richtung zum Strand. Über die Nacht hat es etwas geregnet und daher ist es nicht so staubig und es ist noch ruhig. Einige Leute hatten mir einen Platz empfohlen an dem ich die Sardinenschwärme beobachten kann. Also geht es dort hin.

Der Strand ist eigentlich recht klein. Vielleicht 70 Meter lang und zwischen zwei Häusern. Draußen im Wasser sehe ich schon einige Leute. Diese sind vielleicht 100 Meter vom Strand entfernt. Eins der Häuser ist eine Bar, dass andere Haus ein Wohnhaus von irgendwelchen Einheimischen die Equipment zum schnorcheln vermieten.

Ich hole mir eine Brille mit Schnorchel für 200 Pesos und ein paar Flossen für 200 Pesos. Sie fragen mich ob ich einen Guide brauche. Ich lehne mit einem schmunzeln ab. Dann geht es an den Strand ziehe die Brille und Flossen an und dann geht es los. Die ersten 40 oder 50 Meter sind extrem flach und das Wasser ist maximal hüfthoch. Da es dann doch anstrengend ist mit den Flossen durchs Wasser zu stiefeln lasse ich mich nach vorne umfallen und beginne im Wasser zu schwimmen.

Das Wasser wird tiefer und an einer Stelle ist dann die Kante, wo die Küste senkrecht nach unten geht. Zuerst sehe ich es gar nicht, aber direkt vor mir bewegt sich eine große Masse mindestens so groß ist wie ein Zepellin und sich die ganze Kante entlang erstreckt. Ich schwimme darauf zu und es sind Massen von Sardinen.

! Leider kann ich das Video nicht hochladen. Das Format ist unpassen!

Mit der Zeit werden es mehr und mehr Leute. Es kommen Menschen mit Guides. Diese machen Videos von den Menschen wie diese ein bisschen untertauchen, oder ein Guide taucht unter den Sardinenschwarm (was ziemlich beeindruckend ist) und dann schwimmt dieser durch den Sardinenschwarm auf die Person zu. Die Guides sind natürlich Einheimische und die Leute irgendwelche weißen Menschen oder Menschen mit einem asiatischen Phänotyp. Einige sind mit Schwimmwesten unterwegs. Die Guides haben meistens eine Boje oder einen Rettungsring und die Menschen halten sich daran fest während die Guides die Leute dann durch Wasser ziehen.

Ich denke mir meinen Teil und schwimme etwas durch die Sardinen und entlang der Kante. Es werden dann mehr und mehr Leute mit der Zeit. Nach einer gewissen Zeit wird es dann auch einfach langweilig. Es sind halt Sardinen...

Ich schwimme als raus und gebe das Zeug zurück und gehe zu meiner Unterkunft. Ich freue mich auf die Dusche und auf das anschließende Frühstück. Der heutige Tag steht ganz im Bild meiner Zukunft. Ich setzte mich auf die Empore und klappen meinen Laptop auf. Natürlich überlege ich mir immer wieder was ich danach mit mir machen soll. Eine klare Antwort gibt es eigentlich nicht. Wo und was? Je nach Tagesform ist das gar nicht so einfach. Es gibt Tage an denen ich mir fast schon den Kopf zermatter und ein bisschen Panik bekomme was ich machen soll.

Ich überarbeite erneut meinen Lebenslauf und suche einige Stellen raus auf die ich mich bewerbe. Gegen Mittag gehe ich etwas durch die Siedlung/Dorf. Natürlich sieht man überall wieder leere CocaCola-Kisten am Straßenrand stehen. An sich ist der Ort ganz nett, dass wars dann aber auch.

Lustigerweise sah ich dann auch zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum (es ist der 5. November)

Anschließend setzte ich mich wieder an den Laptop und mache weiter wo ich aufgehört habe. Gegen Abend gehe ich dann noch mit einigen Freunden etwas essen. Hierbei sieht man auch wieder, dass ich deutlich zu groß bin für die Philippinen.