36: Wasserfälle in Siquijor

36: Wasserfälle in Siquijor

Am Abend hatte ich noch die Planung für den kommenden Tag gemacht. Zwar hatten wir uns auf keine Abfahrtszeit am Morgen geeinigt, aber ich dachte das Emily schon gegen 8 Uhr wach sein wird (absolut falsch gedacht). Ich verbrachte den Morgen etwas in der Hängematte und frühstückte in der Unterkunft.

Als Emily dann mal wach war und gefrühstückt hatte, konnten wir auch starten. Kurzer Stop bei der Tankstelle und dann ging es zu so einem besonderen Baum. Warum der besonders ist, weiß ich absolut nicht. Ist halt 400 Jahre alt und ein Baum der etwas besonders aussieht. Der Roller wurde abgestellt und wir trafen noch ein niederländisches Mädchen aus unser Unterkunft. Dann setzten wir uns an den Baum und streckten die Füße ins Wasser. Die Fische in dem Becken fingen dann an die alte Haut an den Füßen abzusaugen.

Das niederländische Mädchen schloss sich uns an und nach einiger Zeit machten wir uns dann auf zu den Wasserfällen.

Die letzten Tage hatte ich bereits einige Wasserfälle gesehen, deswegen war ich nicht ganz so gespannt. Zudem hatte es die letzten Tage geregnet, was bedeutet dass das Wasser etwas bräunlich war.

An den Wasserfällen angekommen begrüßten uns erstmal zwei Welpen. Dann wurde die üblich die Parkgebühr, die Eintrittsgebühr und später auch das Trinkgeld für den Guide gezahlt. Auf den Weg zu den Wasserfällen kamen wir an einigen riesigen Elefantenohren vorbei (hier mal Emily als Referenz). Der Weg zu den Wasserfällen war ein schmaler Trampelpfad der mit Steinen gespickt war. Der Regen hatte die ganze Angelegenheit natürlich matschig und dementsprechend rutschig gemacht. Perfekt für meine 10 Euro Fake Adiletten von Mallorca.

Normalerweise sind die Wasserfälle strahlend blau, was leider durch der Regen nicht der Fall war. Wir badeten, schwammen unter den Wasserfall und in die Höhle beim Wasserfall. Es gab ein Seil mit dem man sich von zwei Plattformen in das Becken schwingen konnte. Wir verbrachten einige Zeit dort und der Guide zeigte uns alles, holte das Seil um zu schwimmen,… (klar, er will auch ein gutes Trinkgeld).

Dann ging es wieder den rutschigen Pfad hoch und wir konnten unsere Füße waschen. Eine der Personen fragte uns ob wir zu dem Wasserfall möchten (das wollten wir tatsächlich), er könnte uns den Weg zeigen. Es ging einen ziemlich schlechten Weg entlang und mit metergroßen Pfützen. Wirklich, jeder Feldweg ist dagegen eine Autobahn. Dann wurde mir auch klar, warum der Typ wollte das wir zu dem anderen Wasserfall kommen. Niemand wäre wirklich diese Straße entlang gefahren, niemand! Bei gutem Wetter sicherlich, aber nicht bei den schlammigen Straßen. Und auf der Insel beziehungsweise auf fast allen Inseln gibt es keine Industrie und die Leute leben von der Hand in den Mund. Die Leute brauchen die Touristen.

Der zweite Wasserfall war dann halt auch wieder ein Wasserfall. Da ich die letzten Tage einige umwerfende Wasserfälle gesehen hatte, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Zudem fand ich den Wasserfall nicht so besonders und hatte Kopfschmerzen vom Tauchen. Also badeten die beiden Mädels und sprangen ins Wasser. Natürlich durften dann auch die obligatorischen Instagrambilder und -videos nicht fehlen. Die Guides waren hier absolute Profis. Sie schwangen sich am Seil während die Mädchen von der Holzkonstruktion ins Wasser sprangen. Sie wiesen die Mädels an in den Wasserfall zu schwimmen, sich zurückzulehnen und treiben zu lassen.

Ich machte einige Bilder mit meiner Analogkamera und war dann auch irgendwie froh als wir gingen. Als nächstes Ziel hatte ich einen Strand rausgesucht und wir machten uns auf den Weg. Manchmal nervte mich die Niederländerin mit ihrer Art. Weiß nicht warum, war einfach nervig. Zudem raste sie immer so mit dem Roller, getreu dem Motto: „Hauptsache schnell“. Zwischendurch stoppten wir noch an einem Restaurant (hierbei saßen vor allem weiße Leute drin, das Essen war aber verdammt gut).

Die Straßen sind herrlich zum Fahren. Schön breit, perfekt asphaltiert und man fährt zwischen dem Dschungel und einfachen Häusern. Der Verkehr beruht auf ein paar einfachen Regeln, sonst eher auf gegenseitiger Abstimmung. Die Einheimischen fahren total entspannt (meist mit 40-50 km/h) und eigentlich rasen nur die Touristen.

Am Strand angekommen war eigentlich ein Schild mit kein Durchgang beziehungsweise Durchgang verboten. Manchmal muss man sich eben dumm stellen und es trotzdem versuchen. Also liefen wir entlang bis ein Haus kam. Einige Hunde bellten und ein Mann kam. Wir machen ihm klar dass wir gerne zum Strand wollten und er meinte gegen dine kleine Spende können wir durch. Also gab ich ihm 50 Pesos (sind 83 Cent) und wir durften durch. Er meinte jemand hat das Grundstück gekauft und seit dem ist es für die Öffentlichkeit zu. Dann gingen wir die Stufen runter zum Strand und wir waren dort die einzigen Personen, ein Strand für uns allein. Wir badeten etwas, versuchten den Dreck unter den Zehennägeln loszuwerden und entspannten.

Zum Sonnenuntergang wollten wir eigentlich an einer Aussichtsplattform sein. Als ich kurz die Fahrzeit mit der Uhrzeit überschlug war mir schon klar, dass das sehr sehr knapp wird. Aber wir machten los und kamen natürlich im Dunklem an. Zudem ist hier nichts ausgeschildert und Google Maps eher semi genau. Nach der dritten Einfahrt waren wir dann auch richtig. Aber wie bereits gesagt, es war schon dunkel. Wir gingen zur Unterkunft und aßen etwas. Endlich gab es eine warme Dusche und ich legte mich anschließend in die Hängematte. Nach einiger Zeit wachte ich dann in Embroystellung auf der Hängematte auf und ging dann in mein Bett.