37: Schmetterlinge und Strand
Eine Sache auf die ich mich schon lange gefreut habe ist das Schmetterlinghaus. Eigentlich ist es kein Haus aber ich weiß nicht wie man Butterfly Sanctuary besser übersetzten soll. Ich wartet am frühen Morgen wieder bis sich Emily aus dem Bett bequemt hat, dann fuhren wir wieder zu dem Lokal von gestern und es gab Frühstück.

Das Schöne ist, dass Emily eigentlich fast nie ihren Teller schafft und ich dann noch was essen kann. In der Straße gab es auch einige Bäckereien, die fast schon so bunt wie ein Blumenladen waren. Tatsächlich kauften wir uns noch nichts, sondern machten weiter zu den Schmetterlingen.




Ich fragte Emily ob sie fahren möchte, ich setzte mich dann auf den Roller der Niederländerin. Sie willigte ein und dann fuhren wir gut 30 Minuten zum Schmetterlingshaus. Emily war nicht so schnell (klar, fuhr auch das erste Mal Roller) was aber die Niederländerin nicht anhielt zu rasen. Also warteten wir, dann wurde gerast und dann wieder gewartet. Einmal machte sie beim losfahren ein Manöver dass wir halb in den Graben fuhren. Darauf hin machte ich ihr dann ziemlich eindrücklich klar, dass es doch sinnvoller wäre wenn wir ins Emilys Tempo fahren würde.

Zwar hatte ich mir unter den Schmetterling haus etwas anderes vorgestellt, es war aber trotzdem bezaubernd. 12 verschiedene Schmetterlingsarten und insgesamt über 100 Schmetterlinge tummelten sich hier. Gut 70 % des Nachwuchs wird ausgewildert um den lokalen Bestand zu stärken. Am Besten ihr schaut euch einfach selbst die Bilder an.







Danach ging es einmal quer über die Insel, wobei eigentlich die Fahrt bezaubernd war. Das Schmetterlingshaus lag ziemlich weit oben und wir fuhren über den Berg und konnten fast die ganze Insel sehen. Die Aussicht war genial, man sah den Dschungel und in der Ferne die blauen Strände.


Den Nachmittag verbrachten wir dann am Strand. Beim Eintritt konnte ich noch den Studentenrabatt aushandeln. War es kein Sandstrand, sondern es waren überall kleine Korallen. Dafür war das Wasser herrlich hellblau und wunderbar warum.

Da wir am vorherigen Tag den Sonnenuntergang verpasst hatten, wollten wir heute sicher sein rechtzeitig dort zu sein. Zudem wollten die Mädels noch etwas Bier kaufen um den Sonnenuntergang zu genießen. Wir stoppten an der Ortschaft wo die ganzen Bäckereien waren, ich holte mir ein Eis. Da wir am nächsten Tag weiterreisten, holte ich mir noch etwas Gebäck bei einer Bäckerei. Überall standen wieder Kisten mit CocaCola rum und ich dachte mir, dass ich mal eine probiere (eigentlich nur, weil ich schon lange keine Cola mehr aus einer Glasflasche getrunken habe). Ich ging als hin, fasst die Cola an und die Flasche war komplett warm. Irgendwie auch klar, wenn es den ganzen Tag in der Sonne steht. Mir war dann auch direkt die Lust auf Cola vergangen.

Für den Sonnenuntergang fuhren wir zum Aussichtspunkt und jeder musste 30 Pesos zahlen. Dann ging es hinein. Die Szenerie war schön, aber es summte schon eine Drohne in der Luft, später waren es dann drei. Ich versuchte mit meiner Analogkamera einige Bilder zu machen, will aber keine Drohne auf meinen Bild haben. Hierbei parken diese Deppen die Drohne in der Luft mitten im Panorama. Es gab wunderbare Szenen wo ein Fischerboot durch die sich im Meer spiegelnde Sonne fuhr, leider war eine Drohne direkt im Bild. Neben mir lag ein Stein und ich überlegte kurz ob Gewalt oder Vernunft die Lösung ist. Aber schaut euch am Besten selbst den Sonnenuntergang an.







Abends wollte die Niederländerin unbedingt Pizza essen gehen und sie hatte einen anderen Niederländer aufgegabelt. Da fast alle meine T-Shirts in der Wäsche waren, zog ich mein schlabbriges Chillshirt an. Leider war das Restaurant etwas nobler, war aber in den Philippinen niemanden stört. Die Pizzeria meinte die importieren alles von Italien - das Mehl, den Käse, die Zutaten. Meine Nachfrage ob das Wasser auch aus Italien kommt fand sie nicht so witzig. Schlussendlich war die Pizza schon lecker, aber irgendwie dann doch mit 12€ für die Philippinen viel zu teuer und es rechtfertigt nicht wirklich den Preis. Zudem bestellte ich mir eine Pannacotta, als ich diese kam fühlte ich mich wie Valentin bei unseren ersten Tag in Georgien als dieser ein Nachtisch für einen Euro bestellt hatte. Die Portion war halt winzig, bloß zahlte ich mehr als einen Euro. Da am nächsten Tag die Weiterreise anstand, machten wir auch bald wieder zurück in die Unterkunft.